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  • „Lilli Marleen - Ein Schlager macht Geschichte"

    Ausstellung vom 27. April bis 8. Juli 2018

„Lilli Marleen - Ein Schlager macht Geschichte"

Lili Marleen - "the biggest hit of World War II" - mehr als ein deutsches Soldatenlied über Abschied, Trennung und ungewisse Heimkehr. Auf beiden Seiten der Front wird Lili Marleen zum populärsten Lied des Zweiten Weltkrieges. Seine Wirkungsgeschichte reicht weit in die Nachkriegszeit hinein. Mit Lili Marleen als Ausstellung des Hauses der Geschichte wird ein dramatisches Stück Zeitgeschichte lebendig nacherzählt.

Im internationalen Musikgeschäft gilt Lili Marleen als eines der erfolgreichsten deutschen Lieder des 20. Jahrhunderts. Eng verbunden mit dem Namen von Lale Andersen wird es auch im Ausland von zahllosen Interpreten übernommen, wie zum Beispiel von Marlene Dietrich und Anne Shelton. Selbst Punk- und Heavy-Metal-Bands besingen Lili Marleen - ein melancholisch-sentimentaler Welterfolg voller Widersprüche.

Das Lied berührt menschliche Grundbefindlichkeiten und trifft die allgemeine Gefühlslage der Zeit: Trennung von geliebten Menschen, Sehnsucht nach zu Hause, Einsamkeit, Angst vor dem Sterben. Es gibt diesen Gefühlen Raum, hebt sie in wehmütiger Verklärung auf. Das Lied wird in zahllose Sprachen übersetzt. Immer neue Varianten, aber auch Parodien und propagandistische Umdichtungen entstehen. So appellieren unter anderem sowjetische Flugblätter an deutsche Soldaten, zu ihrer Lili Marleen heimzukehren. Norbert Schultze, Komponist der volksliedhaft eingängigen Melodie, kommt dank Lili Marleen nach Kriegsende glimpflich davon, obwohl er im NS-Deutschland mit Liedern wie "Bomben auf Engelland" und "Vorwärts nach Osten" Karriere gemacht hatte. Der Mythos Lili Marleen wird zum Gegenstand von Theater- und Kabarettaufführungen, von Dokumentar- und Spielfilmen.

Die Ausstellung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland thematisiert die Entstehung des Liedes, seine Verbreitung und Rezeption. Vom Mythos Lili Marleen zeugen Notenhefte, Liedkarten, Soldatenbriefe sowie Film- und Veranstaltungsplakate aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. In der Wanderausstellung werden reproduzierte Exponate aus den Nachlässen bzw. dem persönlichen Besitz von Lale Andersen, Marlene Dietrich, Hans Leip und Norbert Schultze der Öffentlichkeit präsentiert. Die Objekte lassen Geschichte lebendig werden. Sie beleuchten den zeitgeschichtlichen Hintergrund und spüren den Wirkungsmechanismen des Welterfolgs nach.

Buch zur Ausstellung 

Christian Peters: Lili Marleen. Ein Schlager macht Geschichte, hrsg. von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, 2. Auflage, Bonn 2006, 9,90 Euro.

"Lili Marleen. Ein Schlager macht Geschichte" ist eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Stadtmuseum Alte Post Einweihung der Route der Industriekultur im Filstal

Seit Juli 2013 waren in diesem Projekt unter der Ägide des Verbands Region Stuttgart 16 Gemeinden des Filstales beteiligt. Am 17. Juli wird mit einer feierlichen Eröffnung in Kuchen diese informative Themenroute für den Radverkehr eingeweiht.

Die Route der Industriekultur soll künftig die vielfältige und spannende Industriegeschichte im Filstal erschließen.

Am Dienstag, den 14. Juli wurde in diesem Zusammenhang eine Stele vor dem Ebersbacher Stadtmuseum „Alte Post“ aufgestellt. Die 2,2 Meter hohe Stele ist eine von 30 Stelen, die im Filstal im Zusammenhang mit der Erstausschilderung der Route der Industriekultur aufgestellt werden. In Ebersbach bildet das Stadtmuseum in der Martin- straße einen so genannten Ankerpunkt entlang der Route der Industriekultur. Vor dem Museum informiert die Stele ganz allgemein über die Geschichte der Ebersbacher Industrie. Im Museum ist die Geschichte der Industrie als Themenschwerpunkt zu sehen.

Die Kosten der Herstellung der Stele übernahm der Verband Region Stuttgart. Die Aufstellung erfolgte durch den Ebersbacher Bauhof.

Stadtmuseum Alte Post

Martinstraße 10
73061 Ebersbach an der Fils

Tel. 07163 / 161-151
Info 07163 / 161-150

Öffnungszeiten:
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr
Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr

Ausstellung

  

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