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  • Luterisch geprägt - die Macht der Konfession

    Sonderausstellung vom 21.09. bis 19.11. 2017

  • Mythos Kaiserberge

    Ausstellung vom 19. März - 12. September 2017

  • Luterisch geprägt - die Macht der Konfession

    Sonderausstellung vom 21.09. bis 19.11. 2017

  • Mythos Kaiserberge

    Ausstellung vom 19. März - 10. September 2017

  • Luterisch geprägt - die Macht der Konfession

    Sonderausstellung vom 21.09. bis 19.11. 2017

  • Mythos Kaiserberge

    Ausstellung vom 19. März - 10. September 2017

  • Luterisch geprägt - die Macht der Konfession

    Sonderausstellung vom 21.09. bis 19.11. 2017

  • Mythos Kaiserberge

    Ausstellung vom 19. März - 10. September 2017

Luterisch geprägt - die Macht der Konfession

Sonderausstellung vom 21.09. bis 19.11. 2017

2017 jährt sich zum 500. Mal der Beginn der Reformation in Deutschland. Aus diesem Grund ist auch im Stadtmuseum Ebersbach eine Sonderausstellung zu diesem Thema aufbereitet worden. Zahlreiche Exponate aus der Museumssammlung zeigen, welche Macht die evangelische Konfession früher über das Leben der Menschen im Unteren Filstal ausübte und wie sie das Leben und Denken der Menschen gestaltete und beeinflusste. Die Konfession durchdrang die gesamte württembergische Gesellschaft und bestimmte maßgeblich den Alltag der Menschen vergangener Zeiten, von der Geburt bis zum Tod.

Württemberg wurde auf Anordnung des Herzogs Ulrich im Jahr 1534 evangelisch, es war eine schwäbische Spezialanfertigung :

  • lutherisch nach Lehre und Bekenntnis und zuweilen durch die Universität Tübingen so streng vertreten, dass man das Land „lutherisches Spanien“ nannte
  • nicht lutherisch nach Liturgie und Kirchenverfassung, so dass der einfache Predigtgottesdienst aus den Reichsstädten als Normalform im Gottesdienst in Württemberg beibehalten wurde

Wie die Einwohner des Unteren Filstales auf die Einführung der Reformation im Jahr 1534 reagiert haben, ist nicht überliefert. Auf großen Widerstand ist die Reformation wohl nicht gestoßen. Auch von den meisten südwestdeutschen Reichstädten ist bekannt, dass hier die Reformation bereitwillig aufgenommen wurde.  Möglicherweise hatten sich die Menschen von damals Erleichterungen erhofft, weniger Abgaben, mehr Freiheiten und Abschaffung lästiger Traditionen. Wirtschaftlich gesehen blieb es beim Alten: der Große und Kleine Zehnt auf die landwirtschaftliche Produktion blieb bestehen. Die Einführung der Reformation änderte aber aufgrund der Verbindung von Staat und Landeskirche vieles grundlegend in Sachen des Glaubens, sowie des Alltags. Es dauerte sicher lange Jahrzehnte, bis sich die neue Lehre auch in den Köpfen der einfachen Menschen festzusetzen begann. Die Regelung des Lebens durch Gesetze und Ordnungen ließen den Menschen keine großen Gestaltungsspielräume zu. Der Glaube bot den  Menschen dennoch nach wie vor Orientierung und spendete Trost in vielen Situationen des harten Lebens.

Die evangelischen Dörfer des Unteres Filstales öffneten sich im 19. Jahrhundert nur langsam gegenüber Andersgläubigen. 1828 lebten nur 7 Katholiken in Ebersbach. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde mit einer schrittweisen Trennung von Kirche und Staat begonnen, so zum Beispiel die Zivilehe 1876 eingeführt. Mit der Industrialisierung lebten dann 1909 bereits 141 Katholiken zusammen mit 2633 Protestanten in Ebersbach.

Heute sind auch andere Glaubensrichtungen und Weltreligionen im Unteren Filstal vertreten. Dennoch sind viele Einflüsse von damals heute noch vorhanden. Das bekannteste Überbleibsel mag sicher die „schwäbische Kehrwoche“ sein.

Mythos Kaiserberge

edle Bilder aus einer Privatsammlung

19. März – 12. November 2017

In zentraler Lage zwischen den Flüssen Fils und Rems sind die Kaiserberge Hohenstaufen, Stuifen und Rechberg aus vielen Perspektiven weithin sichtbar.

Das stellte bereits im Jahr 1588 der bedeutende Tübinger Historiker Martin Crusius fest. Er unternahm damals eine mehrtägige Wanderung, die ihn an einem 27. Mai von Kirchheim nach Adelberg ins Kloster führte. Bei schöner Fernsicht schrieb er von Rosswälden nach Ebersbach wandernd: „Von Ferne sehen wir Schlösser auf hohen Bergen liegen, Rechberg, Staufen und Staufeneck.“

Besonders der markante Hohenstaufen sticht hervor. Nach ihm nannte sich eine Familie, die als kaiserliche Dynastie einer ganzen Epoche im Mittelalter ihren Stempel aufgedrückt hatte.

Im Laufe der Geschichte wurden die Kaiserberge und ihre einstigen Bewohner von Mythen umrankt. Uralte Sagen erzählen sogar von Riesen, die einst dort oben gehaust haben sollen. Diese magische Wirkung lockte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert Schriftsteller, Maler und Historiker an. Auch der Wanderer oder Spaziergänger von damals schweifte in Gedanken zurück in die alte Zeit der Hohenstaufer. Auch heute erfreut man sich am herrlichen Panorama der Berge.

In einer Auswahl zum Thema „Kaiserberge“ werden über 150 Drucke, Zeichnungen und Ölbilder, sowie Bücher mit Darstellungen der Berge Hohenstaufen, Stuifen und Rechberg gezeigt. Mitunter sind die Darstellungen sehr selten. Mit der hier präsentierten Vielfalt, bietet diese Ausstellung dem Besucher eine einzigartige Möglichkeit dem Thema „Kaiserberge“ zu begegnen. Noch schöner sind die Kaiserberge natürlich in natura und diese liegen ja nur wenige Kilometer östlich von hier

Stadtmuseum Alte Post Einweihung der Route der Industriekultur im Filstal

Seit Juli 2013 waren in diesem Projekt unter der Ägide des Verbands Region Stuttgart 16 Gemeinden des Filstales beteiligt. Am 17. Juli wird mit einer feierlichen Eröffnung in Kuchen diese informative Themenroute für den Radverkehr eingeweiht.

Die Route der Industriekultur soll künftig die vielfältige und spannende Industriegeschichte im Filstal erschließen.

Am Dienstag, den 14. Juli wurde in diesem Zusammenhang eine Stele vor dem Ebersbacher Stadtmuseum „Alte Post“ aufgestellt. Die 2,2 Meter hohe Stele ist eine von 30 Stelen, die im Filstal im Zusammenhang mit der Erstausschilderung der Route der Industriekultur aufgestellt werden. In Ebersbach bildet das Stadtmuseum in der Martin- straße einen so genannten Ankerpunkt entlang der Route der Industriekultur. Vor dem Museum informiert die Stele ganz allgemein über die Geschichte der Ebersbacher Industrie. Im Museum ist die Geschichte der Industrie als Themenschwerpunkt zu sehen.

Die Kosten der Herstellung der Stele übernahm der Verband Region Stuttgart. Die Aufstellung erfolgte durch den Ebersbacher Bauhof.

Stadtmuseum Alte Post

Martinstraße 10
73061 Ebersbach an der Fils

Tel. 07163 / 161-151
Info 07163 / 161-150

Öffnungszeiten:
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr
Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr

Ausstellung

 

Die nächste Führung

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