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    Foto: Stadt Ebersbach

Innenstadtentwicklung

Bürgerinformation Neugestaltung Hauptstraße

Die Stadt Ebersbach realisiert mit finanzieller Unterstützung aus dem Landessanierungsprogramm die Neugestaltung der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Friedrichstraße. Mit dem Rückbau der alten B-10 und einer zeit- und funktionsgemäßen Neuaufteilung der Verkehrsfläche gelingt ein entscheidender weiterer Schritt zur Weiterentwicklung der Ebersbacher Innenstadt.

In der Planung wurde großer Wert auf eine erhöhte Aufenthaltsqualität insbesondere für Fußgänger gelegt und dabei auch weiterhin Rücksicht auf die Belange der Autofahrer genommen: So wird beispielsweise die Parkplatzsituation optimiert und zusätzliche Stellplätze geschaffen.

Baubeginn war im Juni 2016. Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung wurden ausführlich die Planung sowie der Verlauf der Baumaßnahme besprochen.

Seitdem informiert die Stadtverwaltung auf dieser Website, mit einem Baustellenflyer sowie in dem wöchentlich erscheinenden Stadtblatt über die Baumaßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen auf den Straßen und Wegen in der Innenstadt.

Stadtentwicklung setzt Impulse für die Innenstadt

Dieser Artikel ist erschienen in der HERZ 7 Frühlings-Ausgabe im März 2015:

Auch nach der Realisierung des Kauffmann-Areals liegt ein Fokus der Stadtentwicklung weiterhin auf der Innenstadt: Mit der Entwicklung des östlichen Viehmarkts, der Öffnung des Filsufers und der Nordumfahrung soll die Innenstadt weiter an Attraktivität gewinnen.

Vier Jahre nach dem Beginn der Bauarbeiten an dem Kauffmann Areal kann wohl eine positive Bilanz gezogen werden: Das dringend notwendige Ziel, die in Ebersbach vorhandene Kaufkraft wieder stärker hier zu binden, ist aufgegangen. Mit seinen großflächigen Angeboten für Einzelhandel und Dienstleistungen, die sich im Bestand der Hauptstraße nicht unterbringen ließen, stellt das Kauffmann Areal nun einen Magnet in der Stadtmitte dar.

Besonders erfreulich ist dabei, dass es gelungen ist, die reine Nutzung mit einer hohen Aufenthaltsqualität im Umfeld zu verbinden: Dies belegt nicht nur der Hugo-Häring Preis für die Architektur der Musikschule, den die Stadt 2014 erhalten hat, sondern insbesondere die hohe Akzeptanz durch Kinder und Jugendliche. Der Bereich rund um die Musikschule sowie die Treppen- und Brunnenanlagen hinunter zur Ludwigstraße wird gerade in den Sommermonaten besonders gerne als Spiel- und Aufenthaltsraum genutzt und belebt.

Gleichwohl hatte die Entwicklung des Kauffmann Areals auch Auswirkungen auf die bestehende Einzelhandels- und Dienstleistungsstruktur in der Innenstadt: Gerade der Umzug des EDEKA-Marktes hat zu einer Verlagerung der Kundenströme geführt. In der Folge hat sich der Charakter der Kirchheimer Straße gewandelt und muss sich nun an die neue Situation anpassen. Dieser Prozess ist bereits im Gange: Der Stadtverwaltung liegen Anfragen von Interessenten für Immobilien in der Kirchheimer Straße vor und auf dem Gelände des ehemaligen EDEKA-Gebäudes entstehen bis Ende des Jahres attraktive Wohneinheiten mit direktem Blick auf die Fils. Im Jahr 2014 ist es gelungen, den bereits bestehenden ersten Bauabschnitt der Filsufergestaltung weiter in östliche Richtung fortzuführen. Mit finanzieller Unterstützung der Region Stuttgart ist so ein über 130 Meter langer Park entlang der Fils entstanden. In dem zweiten Bauabschnitt wurde dabei besonderer Wert auf die Erlebbarkeit der Fils gelegt: So ist es nun möglich, auf einem Fußweg bis direkt an das Ufer des Flusses zu gehen, dessen Wasserkraft im 19. Jahrhundert den industriellen Aufstieg in Ebersbach und im gesamten Filstal ermöglichte.

Maßnahmenkonzept für die weitere Aufwertung der Innenstadt

Diese positive Entwicklung im Stadtzentrum möchte die Stadtverwaltung aufgreifen und mit einem aufeinander abgestimmten Maßnahmenbündel einen entscheidenden weiteren Impuls für die Aufwertung der Innenstadt geben: Auf die baldige Fertigstellung der Bauarbeiten an der Nordumfahrung (Bahnhofsallee) soll in logischer Konsequenz eine Geschwindigkeitsreduzierung im Innenstadtbereich auf Zone 30 erfolgen. Die Stadtverwaltung rechnet durch diese Maßnahmen mit einer deutlichen Entlastung des Einkaufsbereichs vom Durchgangsverkehr und einem damit einhergehenden Qualitätsgewinn für Fußgänger und Kunden.

Auch der regionale Radverkehr soll von dem neuen Verkehrskonzept profitieren: so wird eine Verlegung der bislang über die Leintelstraße geführten Radroute auf die Hauptstraße angedacht. Möglich wird dies erst durch die im Frühjahr anstehende barrierefreie Umgestaltung der Bahnunterführung an der Fritz-Kauffmann-Straße. An dieser Routenführung soll sich auch die aktuell in Aufbau befindliche „Route der Industriekultur“ orientieren: Dieses von der Region Stuttgart mithilfe von EU-Geldern geförderte regionale Radwegekonzept möchte kulturell prägende Orte im Filstal in den Fokus nehmen und verbinden Auch die Stadt Ebersbach ist hierbei als Station vorgesehen.

Abb. 1: geplante Beschränkung auf Tempo 30. Die Nordumfahrung bleibt davon ausgenommen
Abb. 1: geplante Beschränkung auf Tempo 30. Die Nordumfahrung bleibt davon ausgenommen

Gestaltung des östlichen Viehmarkts als Ankerpunkt und Tor zur Innenstadt

eben diesen „weichen“ Maßnahmen stellt die Entwicklung des östlichen Viehmarkts das zentrale bauliche Projekt des Maßnahmenkonzepts dar. Auf einer Fläche von insgesamt ca. 10.500 m² soll hier in attraktiver Innenstadtlage Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen geschaffen werden, kombiniert mit Flächen für Dienstleister. Abhängig von dem Ergebnis einer Einzelhandelsuntersuchung sind auch bedarfsorientierter Einzelhandel und ein gastronomisches Angebot (beispielsweise im hinteren Bereich, direkt an der Fils) vorstellbar.

Bislang dient der östliche Viehmarkt als ein großer, nur provisorisch eingerichteter Parkplatz für PKW und wird damit seiner zentralen Lage als Tor zur Innenstadt und Ankerpunkt zwischen Einkuafsbereich, Bahnhof und Fils in keiner Weise gerecht. Dies soll sich mit der Neukonzeption ändern. Die Stadtverwaltung arbeitet aktuell an entsprechenden Entwürfen die zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen. Den Entwürfen liegen die folgenden städtebaulichen Überlegungen zugrunde: Die Raumkante zur Hauptstraße soll geschlossen werden und von Osten kommend einen deutlichen Auftakt zu dem anschließenden Einkaufsbereich geben, die Gestaltung soll der Funktion als „Tor zur Innenstadt“ gerecht werden. Stellplätze für Anwohner sowie Kunden werden auch weiterhin eine Rolle spielen, jedoch nicht mehr die erste Nutzungsform des Areals darstellen, sondern intelligenter in das Konzept integriert werden. Dies ist sowohl straßenbegleitend oder in zweiter Reihe als auch in Form von Tiefgaragen denkbar. Die verbleibenden Freiflächen sollen Aufenthaltsqualität bieten und Wegebeziehungen herstellen. Insbesondere gilt dies für den herzustellenden Anschluss an den bestehenden Filsufer-Park.

Durch die Beachtung dieser Grundsätze soll das neue Quartier seiner Lage als letztes freies „Filetstück der Innenstadt gerecht werden und den Kreis schließen zwischen Hauptstraße, Kauffmann Areal, Filsufer und Kirchheimer Straße (siehe Konzeptskizze unten). Ein wichtiges Element spielen dabei auch Sichtbezüge und Platzabfolgen: Bereits vom Bahnhof kommend könnte ein markant gestalteter Platz zum Erkunden des Viehmarkts einladen. Das bislang in zweiter Reihe „versteckte“ Filsufer würde somit näher an die Stadt heran rücken und auch für Ortsfremde erlebbar werden.


Abb. 2: Konzeptskizze Durch die Stärkung von Östlichem Viehmarkt und Filsufer ergibt sich ein belebendes Spannungsfeld der Aktivitäten: Der Besucher hat Grund und Lust, durch die Innenstadt zu schlendern - die Hauptstraße wird gestärkt.

Neuordnung Bourg-Les-Valence-Platz, Zwischennutzungen und Ausblick

Die Entwicklung des östlichen Viehmarkts wird noch einen Zeitraum von mehreren Jahren in Anspruch nehmen. Bereits 2016 umgesetzt werden soll hingegen die gestalterische Neuordnung des Bourg-Les-Valence-Platzes. Außerdem soll die Initiative „Leerstände zwischennutzen“ in Zusammenarbeit mit Pro Ebersbach dazu beitragen, Leerstände wieder neu zu besetzen und sie in der Zwischenzeit sinnvoll zu nutzen.

Das Zusammenspiel von Maßnahmen mit kurzem und langem Realisierungshorizont sowie „weichen“, (ordnerischen) und „harten“ (baulichen) Projekten zielt auf eine kontinuierliche und dynamische Entwicklung der Innenstadt ab, die auch Spielraum für Anpassungen erlaubt. Die positive gesamtstädtische Veränderung der letzten Jahre bis Jahrzehnte soll damit weiter fortgeführt werden.

Kontakt

Jan Werneke
Stadtplanung, Stadtentwicklung
Stadtverwaltung Ebersbach
Marktplatz 1
73061 Ebersbach an der Fils

1. OG, Zimmer 25
Tel. 07163 / 161-212
Fax 07163 / 161-286212
werneke@stadt.ebersbach.de