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Borkenkäfer

Steigende Borkenkäfergefahr für 2016

Wichtige Informationen für Privatwaldbesitzer

Kleinere Windwürfe, Schnee- und Eisbruch in Kombination mit der Trockenheit im Jahr 2015 und den milden Wintertemperaturen, tragen zu einer verschärften Borkenkäfer- Situation bei. Was zu tun ist und wie Sie Schäden in Ihrem Wald eindämmen können ist im Folgenden zusammengefasst.

Rund 28% der Waldflächen im Landkreis sind mit Fichten bestockt. Für diese Flächen ist der Fichtenborkenkäfer die größte wirtschaftliche Bedrohung und das macht ihn zu einem gefürchteten Schädling. Die Trockenheit und Wärme des letzten Jahres haben im Herbst landesweit zu hohen Buchdrucker- Populationen geführt. Der hohe  Ausgangsbestand und die milden Wintertemperaturen sowie das Vorhanden sein von bruttauglichem Material, lassen eine Massenvermehrung (Gradation) befürchten. Messungen und Auszählungen der Forstlichen Versuchsanstalt in Freibung an Brutbäumen, bestätigen die Befürchtungen. Ihr Fazit lautet die Bedingungen für eine Massenvermehrung sind derzeit gegeben.

Problematisch kann nicht nur der Buchdrucker (Ips typographus), der sich hauptsächlich im Bereich des Stammes einbohrt, sondern auch der etwas kleinere Kupferstecher (Pityogenes chalcographus), der den Kronenbereich bevorzugt, werden.

Wichtige Maßnahmen wenn in Ihrem Wald Fichten wachsen:

Sofortige Maßnahmen:

  • Regelmäßige Kontrolle, Identifikation, Aufarbeitung und Abfuhr allen im Jahr 2015 befallenen Nadelholzmaterials.
  • Vom Schnee oder Sturm gebrochene Fichten dann einschlagen, wenn mehr als ein Drittel der Krone abgebrochen ist auch wenn die restlichen Nadeln noch grün sind.
  • Aufarbeitung und Abfuhr von bruttauglichem Material wie Restholz, Gipfelstücke und starke Äste.
  • Maßnahmen ab Beginn des Käferflugs
  • Intensive Kontrollen auf Stehendbefall – Bohrmehl am Stammfuß und auf dem Boden und kleine Harztropfen auf der Stammoberfläche ab April; später erkennbare Verfärbung der Krone, abfallen der Rinde vom Stamm.
  • Befallene Bäume markieren und sofort Aufarbeiten und aus dem Wald Abfahren lassen.

Zur Minimierung der Gefahren für Ihren Wald und dem Ihrer Nachbarn, sind regelmäßige Kontrollen und schnelle Reaktionen unverzichtbar.

Sollten Sie diesbezüglich Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können Sie sich fachkundige Beratung beim Forstamt einholen. Wenden Sie sich hierfür bitte an das Forstamt Göppingen oder an Ihren örtlichen Förster. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website des Forstamts oder telefonisch unter 07161 / 202-955.

Das Forstamt Göppingen weist darauf hin, dass Waldbesitzer nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes (LWaldG) § 14 Abs. 5 verpflichtet sind, Ihren Wald pfleglich zu bewirtschaften und einer erheblichen Schädigung durch Borkenkäfer vorzubeugen.

Für den Fall akuter Schadensgefahr oder bereits eingetretener Schäden, die sich auszubreiten drohen kann das Forstamt Waldschutzmaßnahmen gemäß § 68 Landes Wald Gesetz BW, den Privatwaldbesitzern konkret anordnen oder bei Gefahr im Verzug diese, im Zuge der Ersatzvornahme (auf Kosten des Waldbesitzers), beseitigen lassen.

Kontakt

Philipp König
Forstamt Göppingen

Tel. 07161 / 202 - 955
Fax 07161 / 202 - 975

forstamt@landkreis-goeppingen.de
http://www.landkreis-goeppingen.de

Forstamt Landkreis Göppingen