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Ständige Ausstellung

Das Museumsgebäude zählt zu wenigen Gebäuden in Ebersbach, die 1914 von der staatlichen Denkmalpflege als schützenswert eingestuft wurden. Möglicherweise hatte das sichtbare Fachwerk und der unverbaute äußere Zustand dazu beigetragen. Der Autor beschrieb das Haus als mutmaßlichen Standort der kaiserlichen Kurierpost der Fürsten von Thurn und Taxis. Konkrete Quellenhinweise blieb der Autor jedoch schuldig. Im Volksmund ist der Name »Alte Post« für dieses Haus überliefert und närhte manches Klischee von Postkutschenromantik. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben eine Bauzeit um 1596.

Von 1519/20 bis 1698 war Ebersbach Sitz einer Thurn und Taxis'schen Poststation. Das eigentliche Poststationsgebäude stand in der heutigen Ludwigsstraße an der Stelle, an der sich die heutige Kreissparkasse befindet. Bis ins 19. Jahrhundert hieß die Ludwigstraße in Erinnerung an den alten Postroutenverlauf "Postgasse".

1986 erwarb die Stadt das Gebäude, um darin ein Heimatmuseum zu errichten. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnte das Stadtmuseum "Alte Post" im Jahr 1996 eröffnet werden.

Das denkmalgeschützte Museumsgebäude wurde 1596 erbaut.


Ebersbach wird erstmals um 1170 urkundlich erwähnt. Es ist von alters her ein Marktort mit über 500jährigem Marktrecht. Bereits 1503 gab es m Ebersbach einen Amtmann, dessen Anwesenheit die Bedeutung der Gemeinde in der Landvogtei Göppingen belegt. Mit rund 1200 Einwohnern gehört Ebersbach bereits um 1600 zu den größeren Landgemeinden des Herzogtums Württemberg. Im Jahre 1975 wurde die heute rund 16 000 Einwohner zählende Gemeinde zur Stadt erhoben.


Verkehr
Seit dem Mittelalter führte die große, Italien mit den Niederlanden verbindende Handelsstraße, mitten durch Ebersbach hindurch. Während diese bedeutende Verkehrsader den ansässigen Gastwirten und Handwerkern hauptsächlich Vorteile verschaffte, mußten die Ebersbacher Einwohner nach dem Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts und mit dem Aufkommen des motorisierten Individualverkehrs im 20. Jahrhundert lernen, auch mit den Nachteilen des Verkehrs zu leben.

Die Geschichte der Ebersbacher Vereine bis 1933: Arbeitschaft - Bürgerschaft und Militaristen


Vom Handwerk...
Über Jahrhunderte hinweg war Ebersbach ein fast reines Handwerkerdorf. Es gab nur wenige Vollerwerbsbauern, allerdings betrieben die meisten Handwerker und Kleinhändler nebenher etwas Landwirtschaft. Zu den verbreitetsten Handwerksberufen zählten noch bis ins 19. Jahrhundert die Leinenweber, Schmiede und Wagner. Als regionale Besonderheit gelten die Sandler, die noch bis 1962 in Ebersbacher Steinbrüchen Sand abbauten.


Die Ebersbacher "Sandler" bauten jahrhundertelang Sandstein ab und handelten auch mit gegrabenem Sand in verschiendenen Korngrößen.


... zur Industrie
Mit der Gründung verschiedener Textil- und Maschinenfabriken, vollzog sich um 1900 der Wandel vom Handwerkerdorf zur Industriegemeinde. Die zuwandernden Arbeiter sorgten für ein beträchtliches Bevölkerungswachstum und eine grundlegende Veränderung der Sozialstruktur. Auch Gastarbeiter aus Österreich, der Schweiz und Italien kamen nach Ebersbach und fanden hier Arbeit. 1910 betrug der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung bereits 5 %. Ebersbach fügte sich ein in die lange Reihe kleiner Industriegemeinden im »roten Filstal«.

Erst 1862 eröffnete ein Textilunternehmer in Ebersbach eine Fabrik: die Tuchfabrik Scheuffelen.

Literatur aus Ebersbach für Württemberg und die Welt

Auch drei Ebersbacher Persönlichkeiten widmet sich die Ausstellung:

  • dem "Sonnenwirtle" Friedrich Schwahn (1729-1760), einem der bekanntesten Räuber Südwestdeutschlands, dessen denkwürdiges Leben Inspiritaion für Friedrichs Schiller "Die Räuber" war
  • dem Pfarrer Hermann Diem (1900-1975), einem Vertreter der Bekennenden Kirche und entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus und dem
  • dem Schriftsteller Fritz Alexander Kauffmann (1891-1945)

Der "Sonnenwirtle" - Bänkelsangmaschine zum Selber-Kurbeln

Evangelischer Pfarrer Hermann Diem

Im Zweiten Weltkrieg entstand in einem Arbeitsraum im Dachgeschoss der Firma Kauffmann,also quasi zwischen Essigurken und Senf, ein Roman mit Weltliteraturformat: "Leonhard - Chronik einer Kindheit". Posthum erschien dieser unvollendete Roman 1956 erstmals und wurde 1985 in die Corona-Reihe von Manesse Bibliothek der Weltliteratur aufgenommen.


Stadtmuseum Alte Post

Martinstraße 10
73061 Ebersbach an der Fils

Tel. 07163 / 161-151
Info 07163 / 161-150

Öffnungszeiten:
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr
Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr