Die Partnerstadt Ebersbach in Sachsen

Lebendige Partnerschaften

Die freundschaftliche Verbundenheit Ebersbachs mit seinen Partnerstädten Bourg-lès-Valence und Ebersbach/Sachsen äußert sich in zahlreichen Begegnungen während des Jahres: Jedes Jahr findet ein großes Partnerschaftstreffen in Bourg-lès-Valence oder Ebersbach statt, zu dem auch die Freunde aus Ebersbach/Sachsen eingeladen werden. Zahlreiche Vereine pflegen ihre Beziehungen in die Partnerstädte, auch hier gibt es regelmäßige gegenseitige Besuche. In den Ebersbacher Schulen, in der Realschule wie auch im Gymnasium, findet ein jährlicher Schüleraustausch statt. Darüber hinaus findet ein Austausch von Ferienarbeitern zwischen Bourg-lès-Valence und Ebersbach/Fils statt, die jeweils 4 Wochen im Sommer in der Partnerstadt arbeiten und somit ihre Sprachkenntnisse vertiefen können. Die Partnerschaften werden in Ebersbach von einem Partnerschaftskomitee koordiniert, Vorsitzender dieses Komitees ist Frank Thoma.

Fragen zu den Städtepartnerschaften beantworten Ihnen gerne die Mitglieder des Arbeitskreises Städtepartnerschaften (Stand November 2013):

Frank Thoma,  Präsident
Ingrid Scherr, stv. Präsidentin
Sacha Auwärter
Rolf Bauer
Stefanie Bauer-Behringer
Christa Beck
Hermann Hespe
Dr. Kurt Köppl
Angelika Ost
Paul Rösch
Uwe Steckroth
Christine Terranova

07163/3370
07163/4466
07163/2829
07163/3493
07161/27585
07163/4766
07163/3127
07164/3655
07163/8886
07163/2267
07163/531631
07163/51851

 

Arbeitstreffen am 22. Februar 2014

Die Delegation aus Bourg-lès-Valence

Die Delegation aus Bourg-lès-Valence mit dem Präsidenten des Comité de Jumelage, Jean-Pierre Sandoz, und seinen Begleitern, Philippe Laure, Jean-Paul Cayrier und Josias Tchagaspanian war am Freitagabend angereist und wurde von Bürgermeister Sepp Vogler und dem Vorsitzenden unseres Partnerschaftskomitees, Frank Thoma, begrüßt. Leider hat der Partnerschaftskreis von Ebersbach-Neugersdorf keinen Vertreter schicken können. Für das umfangreiche Arbeitspensum war der ganze Samstag anberaumt, und das war auch notwendig.

Unser Terminvorschlag für das Jahrestreffen 2014, 26. bis 28. September, fand zwar schnell Zustimmung, doch schon der nächste Punkt der Tagesordnung erforderte viel Zeit. Der Leiter der Musikschule, Guntram Bumiller, auch des Französischen mächtig, war wochenlang mit seinen Mailschreiben nach Frankreich erfolglos. Sie waren in den (für uns) verborgenen Winkeln französischer Verwaltung hängen geblieben und erst nach Herrn Sandoz’ Eingreifen beim Präsidenten des Centre Musical, Jean-Marie Calvier, angekommen.. Der musste vermelden, dass sein Centre etwas darnieder lag, dass aber für 2015 doch schon Pläne gemacht werden können. Konkret: wenn, wie von uns gewünscht, vom 14. bis 17. Mai 2015 das Jahrestreffen  (35 Jahre Partnerschaft!) sein könnte, ließen sich Herrn Bumillers und Herrn Calviers Vorstellungen von gemeinsamem Musizieren Jugendlicher verwirklichen. Da soll nicht nur Fertiges vorgespielt werden, soweit sind sich beide jetzt schon einig.

Nächstes Thema war auch ein Termin und Jubiläum, das erst Ende September 2016 ansteht, 25 Jahre Partnerschaft mit Ebersbach-Neugersdorf. Wie dieses Ereignis zusammen mit den Freunden aus Frankreich begangen werden soll, blieb offen. BM Vogler wird mit seiner Kollegin Hergenröder  Kontakt aufnehmen.

Aus der Partnerstadt in der Lausitz war im vergangenen Jahr ein interessantes Angebot eingegangen: „Familienferien der Partnergemeinden“ im Grünsteinhof der Familie Kipke. Ein  Echo auf die Veröffentlichung im Stadtblatt war zwar ausgeblieben, man war sich aber einig, dieses Angebot  wieder aufzunehmen. Es ermöglicht nämlich, junge Familien, im Idealfall aus beiden Ländern, der Partnerschaft zuzuführen. Sicher muss für dieses Projekt besser geworben werden, und da ist die Webseite der Stadt der richtige Ort. Im übrigen wird eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Pfeiffer die Webseite ‚Städtepartnerschaften’ neu aufbereiten, auch in französischer Sprache. Ein gutes Beispiel gibt da die Webseite von Bourg-lès-Valence mit dem Link ‚villes jumelles’ Ebersbach-Neugersdorf. Bedauerlich ist allerdings, dass Sachsen – la Saxe – immer noch ein Fluss ist. Verbesserung wurde versprochen – nach den Kommunalwahlen im März.

Der Schüleraustausch mit dem Collège Gérard Gaud bekam durch die neue stellvertretende Schulleiterin, einer Germanistin, wieder Schwung. Ende März kommt eine große Gruppe zum Austausch mit der Realschule. Schüler des Gymnasiums haben einen Austausch mit dem Collège in Ste. Adresse bei Le Havre. Mit dem Lycée Les Trois Sources kommt in diesem Schuljahr kein Austausch zustande.

Dass ein Schüleraustausch in guter Erinnerung bleiben kann, beweist ein ehemaliger Schüler aus Bourg in einem Brief an Herrn Sandoz. Sein Plan ist, mit 15 (!) Freunden im Sommer nach Ebersbach zu fahren, und er erhofft sich finanzielle Unterstützung durch das Comité. Herr Sandoz hat da noch einiges zu klären, so erfreulich dieser Plan auch sein mag.
In den Sommerferien hat es über viele Jahre in unserer Gemeinde einen Job, ein vierwöchiges Praktikum, für eine(n) Bourcain(e) gegeben. Die Stadtverwaltung will dieses Angebot auch noch 2014 der Partnerstadt machen, obwohl es dort erneut keinen ”job d’été”  geben wird. Grund ist eine Umstrukturierung der Verwaltung zu einer großen Agglomeration, und Bourg ist zumindest in diesem Jahr nicht federführend für so eine Arbeitsstelle.
Ein Treffen in Straßburg von Interessierten der Partnerstädte ist vorgesehen, um vor Ort Einblick in die Arbeit des Europaparlaments zu erhalten. Also wird mit Frau Evelyne Gebhardt und Madame Michèle Rivasi Kontakt aufgenommen. Teilnehmerzahl und Termin sind noch abzuwarten. In Sachen Austausch der Protokolle und Berichte von Partnerschaftssitzungen war man sich schnell einig, für bessere Kommunikation zu sorgen. Jedes Komiteemitglied aller drei Städte soll  die Mail-Adressen der anderen Mitglieder erhalten. Sascha Auwärter übernimmt die Aufgabe sie zu sammeln.

Zuletzt wurden Empfehlungen erörtert, die von einer Impulstagung im Oktober 2013 in Poitiers stammen: Zukunftssicherung und Weiterentwicklung der deutsch-französischen Städtepartnerschaften. Nicht jedes Komitee ist so optimal wie unseres zusammengesetzt, mit Bürgermeister und Hauptamtsleiter im Team! So ist das Comité in Bourg als Verein organisiert, der seine Leistungen in einer Jahreshauptversammlung öffentlich macht, jedoch mit verknöcherten Strukturen in der Stadtverwaltung zu kämpfen hat. Die Situation wird sich nach den Kommunalwahlen hoffentlich verbessern. Die Schließung des Goethe-Instituts in Valence war dazu noch ein Dämpfer für die Deutschlerner.

Unser Komitee wird einen Jahresbericht in einer Gemeinderatssitzung abgeben, zu der auch Schulleiter und Lehrer eingeladen werden sollen. Ein Informationsstand am Stadtfest ist .vorgesehen. Schön wäre es, wenn alle Partnerschaftsgremien des Kreises eine französische Woche auf die Beine stellen könnten.

Nach den vielen Stunden, in denen beraten, diskutiert und, nicht zu vergessen, alle Beiträge übersetzt wurden, bot der Abend der Sport-Gala in der Göppinger Stadthalle die verdiente Entspannung – sprachloses Staunen und frenetischer Beifall, besonders für die Darbietungen der Sportakrobatinnen des TV Ebersbach.

Kurt Köppl

 

               

Jahrestreffen in Bourg-lès-Valence vom 5. bis 7. Oktober 2012

Seit über 30 Jahren kennt man den Rhythmus: am Freitag sehr früh den Bus in Ebersbach  besteigen, um die Mittagszeit eine längere Pause (plus Besichtigung)  machen, im Rhônetal gegen 18 Uhr ankommen. Nach der Begrüßung in die Gastfamilie (Mitbringsel nicht vergessen!) gehen. Am Samstag wird was geboten (Ausflug mit dem Bus, Festabend). Am Sonntag ist erst am Vormittag Abfahrt (langes Abschiednehmen), und die Ankunft im Filstal ist erst spät am Abend. Seit über 20 Jahren kennt man den Rhythmus auch in der Oberlausitz, neuerdings Ebersbach-Neugersdorf. Ein Donnerstag und ein Montag kommen noch hinzu, ein „Zwischenquartier“ in Ebersbach ist leicht zu finden, man kennt sich ja inzwischen.

Aber der Reihe nach: Die besagte Pause gab es diesmal in dem romantischen schweizer Städtchen Murten am gleichnamigen See. Nach pünktlicher Ankunft in Bourg  wieder Mal ein freudiges Wiedersehen und herzliches Willkommen für die über 60 Angereisten, in Worte gefasst von Jean-Pierre Sandoz, dem Präsidenten des „Comité de Jumelage“, und von Bernard Piras, dem Senator und Bürgermeister. Dankesworte für die freundschaftliche Aufnahme sprachen Frank Thoma, Vorsitzender unseres Partnerschaftskomitees und Ingrid Scherr in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Vogler. Für die kleine Gruppe aus Ebersbach-Neugersdorf sprach die neue Bürgermeisterin, Verena Hergenröder. Ihrer aller Worte betonten, wie wichtig diese jährlichen Treffen im europäischen Sinne sind und eben mehr verbindenden Charakter haben als das wiederholte Schimpfen auf „die in Brüssel ...“

Der Samstag war diesmal angenehm anders als in den Jahren zuvor, da der Vormittag frei, also Zeit war, z.B. den lebendigen Markt in Valence anzusehen (Preisvergleiche von Obst, Gemüse, Käse, etc. und Einkäufe), und die Gastgeber ihren deutschen Gästen ein Mittagessen servieren konnten. Kein Wunder, dass etliche etwas verspätet zu den Bussen kamen! Die führten uns über Tournon ins Ardèche, das malerische Tal des Doux hinauf, in das Städtchen  Boucieu-le-Roi. Le-Roi: König Philippe der Schöne war es, der im 13. Jh. die Gründung der Stadt veranlasst hatte. Josette Léorat, die Boucieu und die deutsche Sprache sehr gut kennt, führte die deutsche Gruppe. Im Schlosshof wurden erfrischende Getränke angeboten, dazu Pogne und Suisse, die regionalen Gebäckspezialitäten, serviert von Schülerinnen und Schülern, die sich in unserer Sprache versuchten.

Den Festabend im Lokal ‚La Colombine’ leitete die Big-Band der Musikschule von Bourg mit swingender Musik sehr heiter ein. Frau Scherr überreichte dann unser Gastgeschenk, eine Auswahl von DVDs deutscher Filme – teils synchronisiert, teils mit Untertiteln – für die Mediathek. Frau Hergenröder hatte aus der Oberlausitz einen Herrnhuter Adventsstern mitgebracht. Ein reichliches und ansprechendes armenisch-libanesisches Menü wurde zwischen den Gängen gewürzt mit Musik, die ein DJ vorstellte. Da war’s in Anbetracht der Lautstärke besser, auf die Tanzfläche zu gehen als eine Konversation zu versuchen. Wer  weiß, ob Herr Sandoz deshalb dem Festabend um Mitternacht ein Ende verordnete.

Wie jedes Mal, war der Abschied am Sonntagvormittag herzlich, mit vielen Küsschen, und das Wiedersehen hier in Ebersbach im nächsten Jahr gilt als vorprogrammiert.

Nicht auf dem Programm stand allerdings diesmal die sehr späte Rückkehr ins Filstal, aufgrund eines Riesenstaus zwischen Karlsruhe und Pforzheim, Mitternacht war vorbei!

Doch nach diesem Wochenende nahm man’s im Bus recht gelassen ...

 

Kurt Köppl

Seit Jahrtausenden bestimmt die Rhône das Leben und die Entwicklung entlang ihren Ufern. Herrliche Spazierwege versprechen bleibende Eindrücke. Mehr zu Bourg-lès-Valence unter www.bourg-les-valence.fr

Arbeitstreffen am 31. März 2012 in Ebersbach

Am Abend des 31. März war Jean-Pierre Sandoz, dem Präsidenten des Comité de Jumelage de Bourg-lès-Valence, die Staufermedaille verliehen worden. In der NWZ und im Stadtblatt war darüber schon zu lesen.

Hier ist noch zu berichten von der Arbeitssitzung am Vormittag, zu der Frank Thoma als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees eingeladen hatte. Er begrüßte neben unserem Komitee  die Vertreter aus Bourg-lès-Valence, J.-P. Sandoz, Aurore Nadar,, die Stadträtin für internationale Beziehungen und Städtepartnerschaft, den Vizepräsidenten Philippe Laure, den Generalsekretär Jean-Paul Cayrier und Josias Tchgaspanian, den Präsidenten  der Kommission für die Beziehungen mit der armenischen Partnerstadt Talin. Aus Ebersbach-Neugersdorf wurden die Ehepaare Czejka und Ebert willkommen geheißen.

Der Themenreigen begann mit dem Jahrestreffen 2012, vom 5. bis 7. Oktober in Bourg.. Es soll wieder ein großer Bus sein, der ins Rhônetal fährt. Auch eine Gruppe aus Sachsen soll dabei sein. Es ergab sich eine Diskussion über Gegenbesuche, die in Sachsen, im Filstal und im Rhônetal auch schon mal ausblieben. Gründe sind zum einen die große Entfernung von Valence bis in die Oberlausitz , zum anderen die fehlenden Sprachkenntnisse, die hier bei uns doch mehr oder weniger überwunden sind  - zumindest bei denen, die schon viele Jahre dabei sind. Weiter wurde das Problem der Überalterung unserer Partnerschaft diskutiert und wie denn Verjüngung zu ermöglichen sei. Franzosen und Deutsche sollten das Familienleben  im anderen Land kennen lernen. Aber gerade junge Familien haben oft nicht den Platz, um Gäste aufnehmen zu können. Wenn die Gäste schon im Hotel wohnen sollten, dann müsste sie eine Art „Pate“ in die Familien und zu den Veranstaltungen führen.

Nächstes Thema war der Schüleraustausch, der so wichtig für das Miteinander in Familie und Schule ist. In Ebersbach gibt es genügend Schülerinnen und Schüler im Fach Französisch, im Collège Gérard Gaud ist das Interesse für Deutsch allerdings schwach, und somit schrumpft auch die Zahl der Deutschschüler in der Oberstufe, dem Lycée. Das Komitee in Bourg ist mit den Schulleitern im Gespräch, für Deutsch als Fremdsprache soll erneut geworben werden. In der Mediathèque  und in der Ebersbacher Bücherei sollen mehr Materialien für den Spracherwerb angeboten werden. Im Schuljahr 2012/2013 dürfte der Schüleraustausch wieder den bewährten Rhythmus finden!

Thema Ferienarbeiter: wie auch beim Schüleraustausch, Fehlanzeige in diesem Jahr. Die Vertreter des Comité versicherten, im nächsten Jahr wieder eine Stelle anbieten zu können. Die unterschiedliche Bezahlung (Mindestlohn dort, Praktikumspauschale hier) müssten die Bewerber(innen) hinnehmen oder die Stadtverwaltung müsste einen entsprechend bezahlten Ferienjob finden. Im Gegensatz zu Ebersbach wird die Stelle in Bourg leider nicht offiziell ausgeschrieben.

Neue Aktivitäten im Bereich der Musikschulen bot Herr Bumiller an, der auch Erfahrung mit internationalen Freizeiten hat. Freizeiten von Musikgruppen, Orchesterteilen und Solisten könnten übers Internet leicht vorbereitet werden. Herr Bumiller fand für seine Vorschläge bei einer kurzen Führung durch die neue Musikschule viel Zustimmung.

Neue Aktivität bei den Sportvereinen versprachen sich die Versammelten, wenn Vereinsvertreter wieder einmal mit Hilfe der Komitees zusammenfinden.

Besseren Informationsaustausch könnten die Webseiten der Partnerstädte anbieten, wobei auch Übersetzungen von Ereignissen aus dem Leben der Gemeinden ihren Platz bekommen sollten.

Der Austausch von Mailadressen könnte spontane und direkte Kontakte erleichtern.

An die Bürgermeister waren Einladungen zu Partnerschaftsfeiern im polnischen Krapkowice (im Mai) und im hessischen Gründau (im August) ergangen. In diesem Zusammenhang betonten die Vertreter aus Ebersbach-Neugersdorf, dass die Partnerschaft mit Ebersbach und Bourg-lès-Valence nach wie vor festen Bestand habe. Ein Arbeitskreis wird erst noch gebildet, der sich aller Partnerschaften von Ebersbach-Neugersdorf annimmt.

Vor genau 60 Jahren hatte Staatspräsident Charles de Gaulle mit seiner berühmten Rede in Ludwigsburg die Aussöhnung eingeleitet und vor allem die Jugend begeistert. Das ist Geschichte – Gegenwart ist die über 30jährige Partnerschaft mit Bourg-lès-Valence. Sie muss neue Pfade beschreiten, damit sie wieder junges Leben bekommt.

Kurt Köppl

Impressionen vom Arbeitstreffen in Ebersbach


Es spricht Herr Sandoz


Herr Bumiller ist diesmal auch mit dabei


Jean-Pierre Sandoz wird die Staufermedaille des Landes verliehen


Gratulation!


Frau Czejka aus Ebersbach/Sachsen gratuliert, Herr Thoma übersetzt

Städtepartnerschaft: Dann hat es „BUMM“ gemacht!


Da zitterten selbst dem Fotografen die Hände. Ein mächtiges "BUMM" gab's zur Begrüßung vor dem Rathaus

Vergangenen Dienstag [19.08.08] , gegen 18:30 Uhr – ein ungewohntes Bild in der Ebersbacher Hauptstraße. Uniformierte, mit mächtigen Schießprügeln in der Hand, marschieren schnurstracks in Richtung Rathaus. Was ist los, haben sich da vielleicht welche auf den Weg gemacht, um das Rathaus zu stürmen? Steht womöglich das Schicksal von Bürgermeister Edgar Wolff auf dem Spiel?


"Kommando: "Habt acht!" - In historischen Uniformen ging's zum Rathaus

Selbiger steht jedoch seelenruhig vor dem Rathaus und wartet bereits voller Vorfreude auf die Ankunft der mit ihren Bärten richtig wild aussehenden Spießgesellen. Er wartet nicht allein, sondern mit ihm haben sich Mitglieder der Schützengilde und des Städtepartnerschaftskomitees versammelt. Sie alle freuen sich auf den Besuch des Schützenvereins der französischen Partnerstadt Bourg-lès-Valence. Die Besonderheit dieses Mal: Angesiedelt bei diesem Verein, der bereits viele Jahre eine innige Partnerschaft zur Schützengilde Ebersbach unterhält, ist eine historische Abteilung mit Vorderladerschützen, die bei entsprechenden Treffen in Uniformen der napoleonischen Armee in Erscheinung treten. Passend zum Thema hat sich die Reisegruppe aus  Bourg-lès-Valence unter Leitung ihres früheren langjährigen Vorsitzenden Jean-Claude Pabst zu einer Rundfahrt auf den Spuren Napoleons aufgemacht. Auf dem weiteren Programm steht auch ein Besuch unserer zweiten Partnerstadt Ebersbach in der Oberlausitz. Den Auftakt für den offiziellen Empfang durch Bürgermeister Edgar Wolff bildete – wie sollte es anders sein – ein beeindruckendes Salutschießen der französischen Schützengarde.


"Ehrenlegion stillgestanden!" - Unter altehrwürdiges Rathaus im Tricolore-Look

Anschließend begrüßte BM Wolff die Gäste aus der französischen Partnerstadt und wies darauf hin, dass die Partnerschaft jetzt schon 28 Jahre bestehe und dass sich in dieser langen Zeit viele Freundschaften auf privater Ebene und viele enge Kontakte auf Vereinsebene entwickelt haben. In gewohnter Manier entbot BM Wolff seine Begrüßung in französischer Sprache, die deutsche Übersetzung übernahm dieses Mal Olivier Chovin, der gerade sein Abitur in Bourg-lès-Valence abgelegt hat und derzeit ein vierwöchiges Praktikum in der Ebersbacher Stadtverwaltung absolviert. Frank Thoma, Präsident des Ebersbacher Partnerschaftskomitees, begrüßte die französischen Gäste ebenfalls und zeigte sich zufrieden, dass es heutzutage möglich ist, ohne irgendwelche Vorbehalte an die Zeit Napoleons zu erinnern. Vertreter der französischen Delegation bedankten sich für den freundlichen Empfang und hoben die enge Verbindung zur Schützengilde Ebersbach hervor.


Jean-Claude Pabst bedankt sich bei BM Wolff und Partnerschaftspräsident Frank Thomas für den freundlichen Empfang

Diese hatte die französische Reisegruppe im Anschluss an den Rathausempfang ins Vereinsheim eingeladen zum Abendessen und einem gemütlichen Beisammensein. Am Mittwoch bereits hieß es für die französischen Gäste weiterziehen nach Bamberg – natürlich nicht als Fußmarsch, sondern im komfortablen 5-Sterne-Reisbus. So ändern sich die Zeiten.

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