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Der Stadtteil Roßwälden




Evangelische Pfarrkirche


Evangelische Pfarrkriche Roßwälden

Das im Jahre 1073 in Weilheim/Teck von den Herzögen von Zähringen gegründete Benediktinerkloster wurde 1093 nach St. Peter bei Freiburg i. Br. verlegt. 1112 schenkte Berthold von Huockenberc dem Kloster sechs Höfe bei Wälden. Aus dem späteren Zusatz "Wälden am Roßrain" bildete sich im Laufe der Zeit der Name Roßwälden.

Die 1275 erwähnte Pfarrei war in dieser Zeit mit einem Vikar besetzt, der dem Pfarrer in Sulpach unterstand. Rund zwanzig Jahre später werden Rechte eines Ammanns von Bissingen an der Kirche bezeugt. 1337 schenkte der Priester Konrad Mals die Kirche mit allem Zubehör dem Kloster Adelberg. Dieses inkorporierte 1346 das Gotteshaus, d. h. es verlor seine Rechtspersönlichkeit und wurde künftig nur noch von den Geistlichen des Klosters betreut.

Mit der Aufhebunq des Klosters Adelberg in reformatorischer Zeit gelangte die Kirche dann an Württemberg. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts war es dem Frauenkloster in Kirchheim gelungen, nahezu den gesamten Ort in seinen Besitz zu bringen. Die ursprünglich dem heiligen Benedikt geweihte Kirche erfuhr 1726 eine grundlegende Veränderung. In dem genannten Jahr wurde der Grundstein zu einem Neubau gelegt, und Baumeister Hipp aus Herrenberg mit der Ausführung beauftragt. Die Errichtung scheint sich längere Zeit hingezogen zu haben, denn dreizehn Jahre später ist noch immer von Baumaßnahmen die Rede. Ein Teil des Gebäudes, der zu einem Turm erhöhte westliche Rechtecksanbau und das Westund Südportal, stammen noch von der alten, vermutlich 1467 errichteten Kirche. Aus dem gleichen Jahr hat sich eine Glocke erhalten.

1860 und 1904 wurden größere Renovierungen durchgeführt.