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Regelmäßig stellen wir Ihnen im Museum im Wechsel ein bemerkenswertes Objekt aus der Sammlung des Ebersbacher Stadtmuseums vor. Dieses mal ist es:

Ein württembergisches Gebetbuch mit Namenbeschriftung der ersten Besitzerin

 

Druck und Verlag Cotta's Witwe, Stuttgart, 1812

520 Seiten,  17 x 10,5 cm

Stadtmuseum Ebersbach, Inventarnummer 2015_00521054

Das evangelische Gesangbuch, das 1812 in Stuttgart gedruckt worden war, erhielt die 1799 in Ebersbach geborene Elisabetha Friederike Wölfle anlässlich Ihrer Konfirmation im April 1813.

Bislang wurde das Gesangbuch mit Goldschnitt vom Ururenkel dieser Ebersbacherin verwahrt. Im Mai 2015 wurde es dem Stadtmuseum geschenkt.

Besonders dekorativ ist der kolorierte Schriftzug und die darunter gezeichneten Harve spielenden Putten. Der Schriftzug lautet:

"Dieses Gesangbuch gehört Elisabetha Friderika Wölflin in Ebersbach, den 24 ten April 1813"

 

Bekannt wurde Elisabetha Wölfle's Bruder Johannes, welcher wegen seinem künstlerischen Zeichen- und Maltalent eine Lithographenausbildung in Stuttgart machen konnte und später in der damaligen Kunstmetropole München unter der Regentschaft von König Ludwig I. zu Ruhm und Ehren kam. Im hohen Alter ließ er sich in Faurndau nieder, da dort sein Bruder Jakob lebte. Elisabetha Wölfle, die einen Ebersbacher Schlossermeister geheiratet hatte, lebte zu dieser Zeit bereits nicht mehr. Sie starb schon am 8.Februar 1839, gerade einmal 40 Jahre alt. Von Elisabetha Wölfle ist leider kein Portrait überliefert.

Das besondere Exponat

Dieses württembergische Gebetbuch ist neu in der städtischen Museumsammlung und wurde am 12. Mai 2015 dem Stadtmuseum Ebersbach geschenkt. Gebetbücher sind im Grunde Massenware. Daher sind selbst alte Bücher heute nicht wertvoll im eigentlichen Sinne. Der Anitquariatspreis vergleichbarere Stücke liegt zwischen 40 und 60 Euro. Das Besondere an diesem Gebetbuch ist jedoch, dass es aufgrund seiner hübschen handschriftlichen Beschiftung nachweislich aus Ebersbacher Familienbesitz stammt. Es wurde von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben und so in ein und derselben Familie 202 Jahre lang aufbewahrt. Da der letzte Besitzer keine Kinder hat, wurde das Gesangbuch dem Stadtmuseum zu treuer Aufbewahrung geschenkt.