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  • Stadtgeschichte und Kultur

    Jakob Grünenwald Gedächnisstätte 

Jakob Grünenwalds künstlerische Entwicklung

Jakob Grünenwalds künstlerische Laufbahn nahm ihren Anfang mit der Aufnahme an der Stuttgarter Kunstschule. Seine Lehrer, Johann Friedrich Dieterich und Bernhard von Neher, bildeten ihn zum Historienmaler aus. Dieterich und Von Neher entdeckten bald Grünenwalds Talent und vermittelten ihm erste Auftragsarbeiten mit religiöser Thematik. 1853 zog es Jakob Grünenwald, wie viele seiner schwäbischen Kollegen, nach München, wo seine Hauptschaffenszeit begann. Die Hauptstadt Bayerns war zur bedeutenden Kunstmetropole Deutschlands geworden. Von der „konventionellen“ Stuttgarter Kunst, mit ihren stilisierten und steifen Bildern distanzierte er sich zusehends und ließ sich z. B. von Münchner Landschaftsmalern, Tiermalern und der Pilotyschule mit ihren natürlich wirkenden Personendarstellungen beeinflussen

Grünenwalds Hauptschaffenszeit fand ihren Höhepunkt mit der Veröffentlichung des Werkes „Nach dem Hagelschlag“ bei der Weltausstellung in Paris im Jahre 1867.

Von 1860 – 1877 entstanden die meisten seiner bis heute bekannten Bilder, die fast alle der Genremalerei zuzuordnen sind. Mit der Ausstellung seiner Gemälde in mehreren Großstädten Deutschlands machte sich Grünenwald einen Namen. Das Fresko „Schlacht bei Aidenbach“ (1863) und das Ölgemälde „Hagelschlag bei der Ernte“ (1865) gelten als weitere Hauptwerke.

1877 kehrte Grünenwald nach Stuttgart zurück. Sein früherer Lehrer Von Neher setzte sich für die Berufung seines Schülers als Professor an der dortigen Kunstakademie ein. Damit hatte Jakob Grünenwald wieder ein gesichertes Einkommen, nachdem die Aufträge in München stark zurück gegangen waren. Grünenwald leitete an der Kunstschule die figürliche Zeichenklasse. Zu seinen Schülern zählten u. a. Hermann Pleuer, Karl Hartmann und Karl Bauer. Neben seiner Lehrtätigkeit wurde Grünenwald Mitglied im Ausschuss des „Vereins für christliche Kunst in der evangelischen Kirche Württembergs“ und beeinflusste zusehends die religiöse Kunst. Seine künstlerische Tätigkeit beschränkte sich jetzt vor allem auf Auftragsarbeiten mit religiöser Thematik. Gefragt waren Grünenwalds Entwürfe von Fresken und Glasfenstern. Er lieferte z. B. Entwürfe für die Fenster des Kirchensaals Bad Boll. Bis zu seinem Tod 1896 lehrte er als Professor in Stuttgart.

Kontakt

Jakob Grünenwald Gedächtnisstätte
Ortsstraße 49
73061 Ebersbach an der Fils

Dieter und Dora Hettfleisch
Tel. 07163 / 2306

Öffnungszeiten

1. Sonntag im Monat
10.00 Uhr – 12.00 Uhr,
außer Januar, Februar, August, September

Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeit nach Absprache.