Menü
  • Forstrevier Ebersbach

Forstrevier Ebersbach

Durchforstungen von Fichtenwäldern auch im Privatwald

Im Herbst werden im Forstrevier Ebersbach die Fichtenwälder der Stadt Ebersbach, der Gemeinden Albershausen und Schlierbach durchforstet. Diese turnusmäßigen Arbeiten dienen dazu, den Bäumen mehr Standraum zu geben und durch den tieferen Schwerpunkt deutlich stabiler gegenüber Stürmen bestehen zu können.

Ein wichtiger weiterer Effekt ist der deutlich gesteigerte Durchmesser der geförderten Bäume. Neben dem Erhalt der Sozialleistungen des Waldes wie Luftreinhaltung, Wasserspeicherung, Klimaschutz und Lebensraum ist auch die Produktion von Holz ein wichtiger ökologischer Beitrag der Forstwirtschaft. Holz ist der Rohstoff, der nur mit positiven Begleiterscheinungen produziert wird, die Ernte verbraucht auch nur einen minimalen Energieeinsatz. Einmal richtig verbaut kann Holz später auch wieder umweltfreundlich „recycelt“, d.h. kompostiert oder verbrannt werden – auch hier sollte der Verbraucher bei der Holzbehandlung an die spätere Entsorgung denken und das Holz nur biologisch oder gar nicht behandeln.

Aktuell wird im Staatswalddistrikt Steinbiss zwischen Bünzwangen und Schlierbach eine Fläche von 70 ha durchforstet. Planmäßig werden die Flächen alle 4 Jahre leicht durchforstet, damit sich die Bäume an die Veränderungen gut gewöhnen. Diese Maßnahme läuft sehr pfleglich mit Holzerntemaschinen ab.

Für die Behinderungen durch kurzfristige Sperrungen der Waldwege bittet das Forstamt um Verständnis, dies geschieht nur zu Ihrer Sicherheit.

Die aufgeschichteten Holzstapel (Polter) sind kein Spielplatz bzw. Klettergerüst! Bitte weisen Sie Ihre Kinder darauf hin. Die Gefahr des Abrollens von einzelnen Stämmen ist möglich.

Um diese zeitgemäße und schonende Waldpflege auch den örtlichen Privatwaldbesitzern zu ermöglichen, bietet das Forstamt Göppingen die Teilnahme an den Herbsteinsätzen an. Die Komplettarbeiten wurden von den ausführenden Unternehmern für die Gemeindewälder bereits angeboten. Die Forstunternehmer übernehmen das Holz komplett, daher fallen für den Waldbesitzer keine Kosten sondern nur Einnahmen an, die derzeit auf hohem Niveau liegen.

Interessenten wenden sich bitte schriftlich oder per E-Mail bis zum 16. September an das Forstrevier Ebersbach, der Revierförster wird dann prüfen, inwieweit die Beteiligung möglich ist.. Telefonische Anfragen  jeweils montags von 18 bis 20 Uhr oder AB mit Rückruf.

Welches Holz hat den besten Heizwert?

Immer wieder wird behauptet, die Buche hätte mit Abstand einen höheren Heizwert als andere Holzarten. Dies ist falsch, wie die Werte unten zeigen.

Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, auch andere Baumarten zu verbrennen, die im übrigen meist pflegeleichter sind (die Buche verpilzt und verstockt relativ schnell), hier einige Werte.

Heizwerte von lufttrockenem Holz (Feuchte: 15 % vom Darrgewicht)

Weißbuche (Hainbu) 2.200 Heizwert je Raummeter Derbholz gerundet auf 100 KWH,

Rotbuche 2.100, Eiche 2.100, Esche 2.100, Birke 1.900, Ahorn 1.900, Erle 1.500, Weide 1.400, Douglasie 1.700, Fichte 1.600.

Brennholz in langer Form aus dem Stadtwald Ebersbach kann weiterhin beim Forstrevier bestellt werden. Brennschichtholz wird von der Stadt Ebersbach aufgrund der erhöhten Kosten nicht angeboten. Interessenten an Brennschichtholz werden zukünftig über die örtlichen Landwirte und Brennholzhändler bedient, die das Holz ganz nach den Kundenwünschen zu fairen Preisen anbieten können und auch frei Haus liefern. Das Forstrevier ist bei der Vermittlung jederzeit gerne behilflich.

Gehölzschonzeit

Am 1. März beginnt wieder die gesetzliche Gehölzschonzeit. Entsprechend dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen in dieser "Sommerpause“ • Bäume außerhalb des Waldes, außerhalb von Kurzumtriebsplantagen und außerhalb gärtnerisch genutzter Grundstücke, • Hecken, • lebende Zäune, • Gebüsche, • andere Gehölze • sowie Röhrichte nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden.

Der Sinn dieser Regelung besteht vor allem im Schutz der im Frühling erwachenden Tierwelt. Insbesondere die Vögel, die jetzt wieder ihr Brutgeschäft beginnen, aber auch z.B. Wildbienen und andere Insekten, die diese Lebensräume bewohnen, sind jetzt besonders zu schonen.
Die Schonzeit dauert bis 30. September.

Nicht von dieser zeitlichen Vorgabe berührt sind u.a. die üblichen Pflegeschnitte bei Obstbäumen und streng formgeschnittenen Gartenhecken. Natürlich sollte aber immer grundsätzlich mit Rücksicht auf unsere gefiederten Freunde und andere Tiere gearbeitet werden.

Alten Bäumen mit Höhlen und starkem Totholz sollte stets besondere Rücksichtnahme geschenkt werden. Sie bieten für viele Vögel, Fledermäuse, Hornissen, Holzkäfer und andere geschützte Tiere wichtige „Wohnungen“ und stehen daher auch unabhängig von der Schonzeit unter besonderem Schutz, genauso wie ausgewiesene Naturdenkmale.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Landratsamt Göppingen gern zur Verfügung (Tel. 07161 / 202-417; E-Mail

Kontakt

Christoph Reich
Forstrevier Ebersbach
Rommentaler Straße 19
73114 Schlat

Tel. 07161 / 9873378
Fax 07161 / 9873612

forstamt@landkreis-goeppingen.de
c.reich@landkreis-goeppingen.de

Forstamt Landkreis Göppingen