Demografie-Spiegel und Statistische Daten von Ebersbach
Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg stellt im
Demografie-Spiegel die demografische Entwicklung für die Gemeinden
Baden-Württembergs in Form von Grafiken, Tabellen und Karten
dar.
Demografie-Spiegel von Ebersbach
(bereitgestellt vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg)
Statistische Daten von
Ebersbach (bereitgestellt vom Statistischen Landesamt
Baden-Württemberg)
Fakten in Kürze

73061 Ebersbach an der Fils,
Landkreis
Göppingen
Regionalverband Verband Region Stuttgart
Regierungsbezirk
Stuttgart
Bundesland
Baden-Württemberg
Einwohnerzahl Ende September 2012:
15.385 Personen
(Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)
Stadtgebiet:
Ausdehnung des Stadtgebietes Nord-Süd 8,0 km,
Ausdehnung des Stadtgebietes Ost-West 6,7 km
Markungsfläche 26,27 km²
Geographische Lage:
östlich 9° 31' 25", nördlich 48°42'53" (Rathaus)
höchster Geländepunkt 480 m ü.N.N
tiefster Geländepunkt. 270 m ü.N.N
Geschichte von Ebersbach an der Fils
Der älteste schriftliche Hinweis auf Ebersbach findet sich in der
Ursperger Chronik, einem Grundstücksverzeichnis des in Bayrisch-Schwaben
gelegenen Klosters Ursperg aus dem 12. Jahrhundert. In ihm wird ein Arnolf von
Ebersbach erwähnt, der um 1170 dem Kloster für seine drei Pflegetöchter sechs
Güter schenkte. Die „Herren von Ebersbach“ besaßen in staufischer Zeit an der
Stelle der heutigen Veitskirche eine Burg. 1274 kommt Ebersbach zur Herrschaft
von Württemberg. 1374 gehen Lehen von Melchior von Ebersbach an Graf Eberhard
II. von Württemberg. Nach dieser Zeit findet sich nirgends mehr ein Name der
„Herren von Ebersbach“. Das Geschlecht ist, wie viele Adelsgeschlechter,
ausgestorben.
Das früheste Lagerbuch des Ortes stammt aus dem Jahre 1400 und
nennt 55 steuerpflichtige Bürger. Nach der Einrichtung einer Kurierpost von
Innsbruck über Brüssel nach den Niederlanden durch den Grafen von Thurn und
Taxis, erhielt Ebersbach um 1519/20 eine Poststation, die bis 1698 bestand.
Ebersbach besitzt das älteste farbige Wappen im Landkreis Göppingen. Es wurde
1535 zum ersten Mal näher beschrieben und zeigt einen stehenden gelben Eber auf
grünem Boden vor rotem Hintergrund. Die Flaggenfarben sind Grün-Rot.
Um 1537 wurde die Reformation eingeführt.
Im Jahre 1554 heißt es: Die Herrschaft Württemberg hat zu
Ebersbach ein eigen Hochgericht (Galgen) und im Ort Stock und Halseisen.
Ebersbach ist ein uralter Marktort. Das Marktrecht dürfte aus der
Zeit der Staufer herrühren. Eine Bittschrift der Ebersbacher von 1599 um
Erneuerung des alten Marktrechtes durch einen Marktbrief wurde von Herzog
Friedrich I. schon nach einer Woche positiv beschieden. Ferner hatte Ebersbach
einst das Vorrecht, mit Salz zu handeln, das aus Bad Reichenhall kam und von den
Ebersbacher Fuhrleuten auf dem großen Salzhandelsplatz in Donauwörth geholt
wurde.
Im Verlauf des 30jährigen Krieges wurden in Ebersbach 685 Personen
ermordet oder fielen Seuchen zum Opfer.
Den Anschluß an die Eisenbahn besitzt Ebersbach seit 1847. Im
Jahre 1862 ließ sich der erste Industriebetrieb in Ebersbach nieder. Doch erst
mit der Errichtung einer weiteren Fabrik 1886/87 begann die
eigentliche Industrialisierung. Das Handwerkerdorf Ebersbach entwickelte
sich zu einem Industrieort.
Am 12. Februar 1975 wurde Ebersbach zusammen mit den Teilorten
Büchenbronn, Bünzwangen, Krapfenreut, Roßwälden, Sulpach und Weiler zur Stadt
erhoben.
Die Stadt Ebersbach stellt sich auch den europäischen
Verpflichtungen. Seit 1980 sind wir verschwistert mit der südostfranzösischen
Stadt Bourg-lès-Valence und seit 1991 mit der Stadt Ebersbach in Sachsen.
Ebersbach ist Geburtsort bekannter Persönlichkeiten: Matthäus Hehl
(*1705, †1787 Lititz/Pennsylvanien) war Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine;
Johannes Woelffle (*1807, †1893 in Faurndau) war ein bekannter Lithograph; Jakob
Grünenwald (*1821 im Stadtteil Bünzwangen, †1896 in Stuttgart) war Kunstmaler
und Dozent an der Kunsthochschule in Stuttgart; Theodor Karl Schmid (*1876,
†1963 in Stuttgart-Heumaden) war Pädagoge und Komponist im Geist seiner großen
Vorbilder Johann Sebastian Bach und August Halm. Zu zweifelhaftem „Ruhm“ kam
Johann Friedrich Schwahn (*1729, †1760 in Vaihingen/Enz), „Sonnenwirtle“
genannt. Er wurde wegen Raub und Mord zum Tode verurteilt. Friedrich Schiller
setzte ihm ein literarisches Denkmal mit der wahren Geschichte „Der Verbrecher
aus verlorener Ehre“.